Get Adobe Flash player

Tiergestützte Intervention

Bei Tiergestützten Interventionen werden speziell trainierte Tiere in den therapeutischen oder pädagogischen Prozess integriert. Durch heilende Impulse, die vom Tier ausgehen und die profesionelle Begleitung des Therapeuten bzw. Pädagogen werden positive Auswirkungen auf die Entwicklung von Menschen, deren Erleben und Verhalten erzielt.

Um meine KlientInnen möglichst ganzheitlich und auf vielen Ebenen zu erreichen, verknüpfe ich die Tiergestützte Arbeit mit Elementen aus der Mal- und Gestaltungstherapie. In der Maltherapie können auf kreative Weise die Erlebnisse mit den Tieren nachempfunden und Gefühle besser ausgedrückt werden. Zur Aktivierung der Selbstheilungskräfte kombiniere ich Klangentspannung mit dem Einsatz meiner Tiere.

Mögliche Veränderungsprozesse

  • Tiere in Kombination mit körperlicher Bewegung in der Natur leisten einen Beitrag zur Gesundheit: Blutdruck und Pulsfrequenz werden gesenkt; Allergien wird vorgebeugt;
  • Tiere öffnen das Tor zur Seele: Alpakas mit ihrem freundlichen Wesen, den großen sanftmütigen Augen und dem ruhigen Summen berühren den Menschen, wirken entspannend und ausgleichend.
  • Tiere helfen das Selbstwertgefühl zu stärken: Tiere werten nicht - sie akzeptieren die Menschen so wie sie sind; sie vermitteln Geborgenheit durch Nähe, Wärme und Berührung; sie helfen, die eigenen Grenzen zu erkennen und auch die Grenzen der Tiere zu akzeptieren; das Erkennen der Bedürfnisse von anderen Lebewesen und der respektvolle Umgang mit diesen wird geschult.
  • Tiere erleichtern Kommunikation und Beziehung: Tiere lösen Kommunikation zwischen Menschen aus; sie fördern die Beziehungen zwischen TherapeutInnen und KlientInnen; der Kontakt zu sich selbst und den eigenen Gefühlen nehmen zu.
  • Tiere fordern soziale Kompetenz: Rücksichtnahme, Einfühlungsvermögen, Geduld, Verantwortung und Selbständigkeit werden gefördert.
  • Tiere steigern Wissen und Kompetenz: Tiere faszinieren und fesseln die Aufmerksamkeit; Beobachtungsgabe, Aktion, Reaktion und Konzentrationsfähigkeit werden trainiert; die Lernfähigkeit und Kreativität wird verbessert;
  • Tiere stärken die Lebensfreude. Das Leben erscheint zunehmend sinnvoll.

Arbeitstrainingsmaßnahme

Das Arbeitstraining soll Menschen mit psychischen Erkrankungen und Langzeitarbeitslosen helfen, sich zu stabilisieren und fit für den Arbeitsmarkt zu machen. Besonders nach schwierigen Lebenssituationen ist das Arbeiten in der Natur mit Tieren sehr heilsam und stärkend. Handlungsfähigkeit und Selbstwertgefühl kann wieder erlangt werden durch:

  • Tiere kennenlernen, pflegen und füttern
  • mit den Tieren wandern
  • Trainingseinheiten mitgestalten
  • Trainingsgeräte herstellen
  • im Garten arbeiten
  • Kräuter / Beeren sammeln bzw. pflücken, trocknen und verarbeiten
  • Alpakawolle kardieren und filzen
  • und vieles mehr.

Zielgruppen

  • Menschen mit psychischen und psychosomatischen Erkrankungen
    „Tiere berühren die Seele“ - die Arbeit in der Natur mit Tieren kann die Selbstheilungskräfte mobilisieren und Selbstbewusstsein und Handlungsfähigkeit fördern. So können Ängste abgebaut und Lebensfreude wieder gewonnen werden.
  • Menschen mit „Burn-out-Syndrom“
    Geistige, emotionale und körperliche Erschöpfung durch Stress am Arbeitsplatz und oft auch in der Familie führen zum sogenannten „Ausgebrannt sein“. Immer mehr Menschen stehen unter Zeit- und Leistungsdruck, der sie krank macht. Burnout-Prophylaxe mit Alpakas und Lamas kann da entgegenwirken. Sich wieder spüren, entspannen, regenerieren, Kraft tanken und wieder Lebensfreude und Motivation gewinnen sind nur einige der positiven Effekte, die bei der Beschäftigung mit den Alpakas / dem Lama erzielt werden können. Die Ruhe und Bedächtigkeit, mit der sie sich durch die Natur bewegen, kann langsam auf die KlientInnen übergehen.
  • Menschen mit besonderen Bedürfnissen
    Tiere werten nicht, sie nehmen jeden an wie er ist, mit oder ohne Handycap. So kann sehr rasch eine Beziehung aufgebaut werden. Es macht Freude seine Selbstwahrnehmung und die Motorik im natürlichen Umgang mit den Tieren zu trainieren.
  • Kinder und Jugendliche mit Verhaltensauffälligkeiten (z. B. ADHS, Autismus)
    Im Umgang mit den Tieren lernen ängstliche und eher zurückgezogene Kinder aus sich herauszugehen, hingegen stürmische Kinder lernen sich einzubremsen. Alpakas und Lamas sind Distanztiere und setzen sehr klare Grenzen, von wem sie berührt werden wollen und von wem nicht. Soziale Kompetenz, Achtung vor der Natur und ihren Geschöpfen wird gefördert, Selbstwertgefühl, Selbstbewusstsein und Selbstregulation werden gestärkt.
  • Kinder und Jugendliche mit Lernschwierigkeiten und sozialen Problemen
    Das Tier wird oft zum Freund, dem man seine Sorgen und Nöte erzählen kann. Es hört geduldig zu, widerspricht nicht und vermittelt Geborgenheit, Nähe und Wärme. Die Arbeit mit den Tieren vermittelt Erfolgserlebnisse und fördert das Selbstbewusstsein und erleichtert Kommunikation und Beziehung
  • Langzeitarbeitslose
    Ziel ist es hier durch eine gezielte Arbeitstrainingsmaßnahme (unter diesem Titel genauer beschrieben) die Menschen wieder fit für den ersten Arbeitsmarkt zu machen.

Therapieverlauf

Nach einem ausführlichen Anamnesegespräch und einem Erstkontakt mit den Tieren werden die Wünsche, Bedürfnisse und Erwartungen der KlientInnen erhoben. Die Ziele werden gemeinsam formuliert und ein Einsatzplan erstellt. Diese erste Einheit ist kostenlos. Häufigkeit und Dauer der folgenden Einheiten sowie Kosten und Fördermöglichkeiten werden individuell besprochen.

Nach jeder weiteren Einheit werden die erzielten Fortschritte und Erfahrungen besprochen und der Einsatzplan angepasst. Während den tiergestützten Einheiten gibt es die Möglichkeit Fotos zu machen oder Videosequenzen zu drehen um das Erreichte festzuhalten und zu analysieren oder einfach zur Erinnerung an eine schöne Zeit mit den Tieren.

„Lerne mit einem Tier so zu kommunizieren, wie du es mit deinem Bruder tust. Beobachte es, sieh zu wie es lebt, versuche, hinter seine Träume zu kommen. Stimme dich ruhigen Geistes auf das Tier ein und achte auf all seine Emotionen. Dann wird seine Seele sanft auf dich zugleiten. Es wird dir seine Liebe, aber auch seine Kraft schenken.(Indianische Weisheit)